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wie mobiles telefonieren die welt erobert

© Harald Wanetschka / pixelio.de

Geschichte des Handys
Jeder der sich mit der Geschichte des Handys befasst, wird im ersten Augenblick überrascht sein, wenn er herausfindet, wie weit die Geschichte des Handys schon zurück reicht. Die jüngeren unter uns werden glauben, dass alles mehr oder weniger in den 80er bzw. den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts begann. Die etwas älteren werden sagen, „Nein – das kann nicht sein, ich erinnere mich an die 70er bzw. 80er Jahre, da hatten wir auch schon Handys!“ Doch nur ganz wenige wissen, dass die Anfänge des Mobiltelefons bis in die Kaiserzeit zurückreichen.

Die Anfänge des Handys liegen genau genommen im September 1918, als auf der Militärbahnstrecke Marienfelde – Zossen, die ersten Versuche mit Mobilfunktelefonen durchführt wurden. Angeregt wurden diese Experimente durch die damalige Militärbehörde. Die Federführung zur Lösung dieser Aufgabe hatte die Firma Dr. Erich Huth GmbH, Gesellschaft für Funktelegrafie in Berlin. Leider mussten die Versuche aufgrund der Revolutionsunruhen im Januar 1919 abgebrochen kurzfristig abgebrochen werden, bis sie dann 1920 – 1921 auf der kleinen Privatbahn der C.P. Goerz AG in Lichterfelde – Teltow wieder aufgenommen. Mit der Unterstützung des Reichspostministeriums konnten die Versuche dann 11922/23 auf der Bahnstrecke Berlin – Hamburg weiter fortgesetzt werden.

Ziel war es, ein Funktelefon zu bekommen, welches jeder Fernsprechteilnehmer mit eine gewöhnlichen Telefon benutzen konnte. Es sollten also Telefongespräche mit ganz normalen Telefonen geführt werden können. Also eine Kompatibilität mit dem normalen Telefonnetz. Das Funkgespräch sollte in einer gleich bleibenden Lautstärke und in gleichbleibender Qualität geführt werden können. Die Experimente erwiesen sich als Erfolgreich und so kam es, das die Deutsche Reichsbahn im Jahre 1926 auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin, ihren Fahrgästen der ersten Klasse, den Service eines Funktelefons anbieten konnten. Die Funktionsweise dieses Telefonservice stellte sich wie folgt dar. Die nötigen Antennen des Funktelefons bestanden aus Drähten, die auf den Dächern der Wagen entlang gespannt worden waren. Als stationäre Sende- bzw. Empfangsantennen, dienten die Telegrafenmasten bzw. –Leitungen, die an der Bahnstrecke entlang verliefen. Die Versuche das Funktelefon weiter zu entwickeln wurden während der 30er und 40er Jahre mit Experimenten im Kurz- und Mittelwellenbereich fortgesetzt und führte dazu, dass die USA 1946 über das weltweit erste Mobilfunknetz verfügte.

Nach Ende des zweiten Weltkriegs wurden im zerstörten Deutschland, nachdem die Ukw-Technik entwickelt worden war, in verschiedenen Regionen Deutschlands einige regional begrenzte Netze aufgebaut. Hierzu gehörten u.a. der Rheinfunk, der Stadtfunk und der Hafenfunk. Doch dies waren noch keine richtigen Mobilfunknetze im klassischen Sinne. Dies wurde in Deutschland erst 1958 als A-Netz durch die Deutsche Bundespost eingeführt. Bei diesem Mobilfunknetz handelte es sich um reines handvermitteltes analoges Telefonnetz, dass noch keine Auslandsgespräche zuließ und man musste für eine Verbindung immer die Vorwahl der entsprechenden Region kennen, in der man sich befand. Die Entwicklungen gingen weiter und so entstand das B-Netz, dass zu seinem Vorgänger schon bedeutet fortschrittlicher war und 1972 in Betrieb genommen werden konnte. Eine besondere Neuerung war die Selbstwähl-Möglichkeit. Dass hieß, man musste sich nicht mehr über das Amt verbinden lassen. Ein weiterer Vorteil war, dass man die ersten Auslandsgespräche in Nachbarländer wie Österreich, Niederlande und Luxemburg führen konnte. Das noch weiter entwickelte C-Netz wurde dann 1985 in Betrieb genommen. Mit der in Betriebname dieses Netzes war man im gesamten Bundesgebiet zu ersten Mal unter einer Rufnummer mit einer Vorwahl erreichbar. Dies war der Beginn des Handys unserer Zeit, dass für Jedermann erschwinglich wurde. Während einer ITU-Messe Telecom 1991, wurde ein GSM Pilotnetz mit großem Erfolg vorgestellt und 1992 eingeführt.

In der Zwischenzeit wurde durch GSM in Deutschland auch schon ein D-Netz gestartet und ein E-Netz gibt es auch schon dass wie das D-Netz auch auf den GSM Standards basiert.